Hand in Hand für den Erhalt von Kulturgut: IPM-Maßnahmen bei KLUG-CONSERVATION

Gute Strategien zur Bestandserhaltung von Kulturgut beinhalten auch Maßnahmen zur integrierten Schädlingsbekämpfung (IPM = Integrated Pest Management). Die Anforderungen an die Organisation eines funktionierenden IPM-Systems werden unter anderem durch globale klimatische Veränderungen zunehmend komplexer. Der Zuwachs an Schädlingen sowie deren Verbreitung, beispielsweise durch Lagerung und Transport, stellen ein signifikant wachsendes Risiko für den Befall von Kulturgut dar.

KLUG-CONSERVATION bezieht in seinem IPM-System den Mensch als Risikofaktor ein und entwickelt kontinuierlich in Kooperation mit Kunden, Speditionen und Lieferanten Präventionsmaßnahmen, um auch in Zukunft eine Werterhaltung des kulturellen Erbes bestmöglich zu sichern.

Das KLUG-CONSERVATION IPM wird in unserem Haus als Standard durchgeführt und alle Maßnahmen entsprechen der Norm DIN EN 16790: »Erhaltung des kulturellen Erbes – integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) zum Schutz des kulturellen Erbes«. Das Eigenkontrollsystem beinhaltet die Abstimmung aller erforderlichen Maßnahmen zur Vorsorge oder während eines Schädlingsbefalls und umfasst im Wesentlichen drei Kernbereiche.

Kernbereiche der integrierten Schädlingsbekämpfung (IPM)
1. Präventive Maßnahmen: Vorbeugen eines Schädlingsbefalls
2. Monitoring und Diagnose: Erkennen eines Schädlingsbefalls
3. Maßnahmen der Schädlingsbekämpfung bei Bedarf
Von zentraler Bedeutung ist, dass Monitoring und Behandlungen nach Präventionsplan und nicht nach Bedarf durchgeführt werden. Die Vorsorge steht an erster Stelle. Dabei handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, um die Gefahr von Kulturgutzerstörung in den Einrichtungen zu verhindern.

Gemeinsam stark für den Erhalt von Kulturgut
Auch das beste Eigenkontrollsystem kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Nur wenn auch Sie als unsere Kunden, Lieferanten und Speditionen die Grundsätze des IPM umsetzen, sind wir gemeinsam stark für den bestmöglichen Schutz unseres Kulturgutes.

IPM-überwacht
Unsere interne IPM-Beauftragte Ariane Braun koordiniert die organisatorischen und präventiven Maßnahmen zur Vorsorge in Abstimmung mit dem externen Berater Stefan Biebl und stellt sicher, dass diese kontrolliert und eingehalten werden. Bei KLUG-CONSERVATION erhalten Sie ausschließlich IPM überwachte Archivverpackungen. Kontaktieren Sie gern unsere Experten unter ipm@klug-conservation.de.

Prävention bei KLUG-CONSERVATION
Folgende Maßnahmen wurden bereits umgesetzt und wir arbeiten ständig an neuen Ideen, diese zu ergänzen. Immer im Blick: den bestmöglichen Schutz unserer historischen Quellen.

  • interne IPM-Beauftragte; externer Berater
  • Kontaktadresse: ipm@klug-conservation.de
  • Schulungen aller KLUG-Mitarbeiter
  • Externe Schulung der Abteilung Qualitätssicherung
  • Monitoring in allen Betriebsräumen
  • regelmäßige IPM-Sitzungen (mind. halbjährlich)
  • Ausrichtung der Maßnahmen an DIN EN 16790
  • alle Fugen im Haus wurden dauerelastisch verschlossen
  • Türen wurden zusätzlich mit Bürstenleisten geschützt
  • zusätzliche Reinigungszyklen für Lager und Produktion neben der Unterhaltsreinigung
  • Staubsauger mit Wasserfilter
  • Verankerung des IPM in der Hausordnung, z.B. keine Lebensmittel im Betrieb, Arbeitskleidung, Insektenschutz...
  • Erstellung einer Risikobewertung für den gesamten Betrieb
  • alle Paletten entsprechen dem IPPC-Standard
  • Warenverpackungen in seefester Ausführung möglich
  • LKW der Haus-Spedition werden alle sechs Wochen desinfiziert (IFS-Zertifizierung)
  • Kontrolle aller Wareneingänge in Bezug auf Schädlingsbefall durch die Qualitätssicherung
  • Lieferanten müssen Mindestanforderungen im Bereich IPM erfüllen und /oder lebensmittelzertifiziert nach BRC-Standard sein
  • Waren von KLUG-CONSERVATION sind mit einem Siegel »IPM-überwacht« versehen
  • Handlungsanleitungen für den Fall eines Schädlingsbefalls für Mitarbeiter und Kunden stehen bereit
  • Konditionierung eines Suchhundes geplant
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